Hanföl – Anwendung und Wirkung

Als Pflege- und Speiseöl

ich habe neben verschiedenen Ölen, wie zum Beispiel Himbeersamenöl, Babassuöl, Mandelöl oder Kaktusfeigenkernöl, die ich euch in der Vergangenheit hier auf meinem Blog vorstellte, kürzlich ein weiteres Öl für mich entdeckt: das Hanföl. In meinem folgenden Artikel habe ich die Wirkung und Anwendung von Hanföl etwas näher unter die Lupe genommen:

Aus den Samen der Hanfpflanze wird Hanföl beziehungsweise Hanfsamenöl gewonnen. Dank der hohen Dichte an Nährstoffen und essentielle Fettsäuren, haben sie eine gute Wirkung auf den Körper. Irrtümlich wird oftmals angenommen, enthalten die Cannabis- bzw. Hanf-Samen selbst keine berauschenden Inhaltsstoffe wie Tetrahaydrocannabinol (abgekürzt THC).

Hanföl, Quelle: pixabay
Hanföl, Cannabis, Quelle: pixabay

Informatives über Hanfsamen

Cannabis oder auch die Hanfpflanze ist eine zweigeschlechtliche Pflanze, die sowohl männliche als auch weibliche Veranlagungen in sich trägt. Entweder wachsen Cannabis-Samen in den Blüten der männlichen oder weiblichen Hanfpflanze, die in Blütenkelche eingehüllt sind. Durch einer äußeren Hülle, werden sie gegen Aushärtung und Austrocknung geschützt. Das Geschlecht kann erst bestimmt werden, wenn der Samen sprießt und daraus eine Blüte wächst. Weibliche Hanfpflanzen bilden weibliche Blütenstände, die als Marihuana bezeichnet werden. Vor allem sind darin hohe Anteile an THC und Cannabinoiden enthalten, welche als Grundlage für medizinische Produkte und für Rauschmittel Anwendung finden. Männliche Samen hingegen, besitzen keinen Samen, sondern Pollen. mit denen weibliche Pflanzen durch Windbestäubung befruchtet werden. Es wird erst eine Blüte ausgebildet, wenn der Samen befruchtet wurde.

Hanföl, Quelle: pixabay
Hanföl, Quelle: pixabay

Herstellung von Cannabis-Öl

Normalerweise werden Hanffasern durch industriellen Hanfanbau gewonnen. Die Samen der Hanfpflanze und somit das daraus gewonnene Hanföl, sind daher nur Nebenprodukte des Anbaus. Um ein hochwertiges Hanfsamenöl gewinnen zu können, ist ein schonender Erntevorgang und die sorgfältige Weiterverarbeitung von großer Wichtigkeit. Die harte Schale um den Samen bewahrt vor schädlichen Umwelteinflüssen. Diese muss zunächst entfernt werden, damit folglich im Kaltpressungsverfahren natives Hanfsamenöl erzeugt werden kann. Die Temperatur der Pressung liegt dabei zwischen 40° und 60° C. Dabei werden sämtliche kostbaren Inhaltsstoffe beibehalten. Im Raffinationsverfahren oder bei höherer Temperatur, würden viele Inhaltsstoffe durch Hitze geschädigt werden oder verloren gehen.

Hanföl Wirkung – Zusammensetzung und Inhaltsstoffe

Neben vielen Pflanzenstoffen, wie zum Beispiel Carotinoiden, Vitaminen und Chlorophyll, besteht Hanfsamenöl in erster Linie aus Fettsäuren. Wovon über 80% mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind. Essentielle Fettsäuren, wie Omega 3 und 6 machen außerdem einen großen Anteil aus. Die besonders wichtig für den menschlichen Organismus sind. Die Samen bestehen selber zu ungefähr 33% aus Öl und 25% aus Proteinen. Außerdem enthalten die Samen Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe. Hauptsächlich beruht die Wirkung von Hanföl auf den sehr hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, die sich zur Hautpflege besonders eignen.

Hanföl, Cannabis, Quelle: pixabay
Hanföl, Cannabis, Quelle: pixabay

Hanföl – in der Hautpflege

Es bieten sich zur Pflege der Haut, besonders Öle an, die zum größten Teil aus ungesättigten Fettsäuren bestehen. Sie bewahren die Haut vor entzündlichen Prozessen, wirken reizlindernd und schützen vor Feuchtigkeitsverlust. Außerdem haben sie gute Effekte bei empfindlicher Haut oder Hauterkrankungen. Die essentiellen Fettsäuren Alpha- und Linolsäure liegen in einem Verhältnis von 3:1 vor. Jenes ist fast identisch mit dem normalen natürlichen Fettsäuremuster der menschlichen Haut. Daher kann Hanföl die Haut sehr gut mit Nährstoffen versorgen und vor dem Austrocknen bewahren. Die Vitamine B1, B2 und E sowie die Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium, Eisen, Natrium und Kalium sorgen für einen guten Zellschutz und sorgt für die Bekämpfung von freien Radikalen. Dazu zählen zum Beispiel schädliche Umwelteinflüsse wie Abgase, UV-Strahlung oder Zigarettenrauch.

Hanföl – in der Haarpflege

Auch bei trockenen und strapaziertem Haar findet Hanföl Anwendung. Die kostbaren Mineralstoffe, Fettsäuren und Vitamine versorgen die Kopfhaut mit wichtigen Nährstoffen und versorgen die Zellen der Haut mit Feuchtigkeit. Selbstverständlich kann Hanföl auch für die Haarspitzen und -längen verwendet werden. Dort sorgt es für glänzende Haare und hilft gegen Filz und Spliss. Es ist für jeden Haar- und Hauttyp geeignet.

Hanföl – in der Küche

Neben den guten Eigenschaften als Kosmetikartikel, haben Hanfsamen auch gute Eigenschaften auf die körperliche Gesundheit. Grund dafür sind die kostbaren Fettsäuren, denn die Säuren können:

  • Prozesse der Wundheilung beschleunigen
  • das Herz-Kreislauf-System kräftigen
  • die Bildung der Zellmembran fördern
  • im Blut den Sauerstofftransport begünstigen

Das gute Verhältnis der Nährstoffe und Fettsäuren trägt des weiteren zu einer ausgeglichenen Ernährung bei. Daher empfiehlt es sich, das Hanföl zu den unterschiedlichsten Gerichten hinzuzugeben. Wichtig dabei ist: auf keinen Fall erhitzen, da ansonsten die kostbaren Nährstoffe vernichtet werden.

Hanföl, Quelle: pixabay
Hanföl, Quelle: pixabay

Hanföl – der Qualitätscheck

Normalerweise werden 2 Sorten Hanfsamen der Sorte Indica oder Sativa im Handel angeboten. Jedoch ist meistens auf den Produkten keine Herkunftsbezeichnung angegeben, deshalb ist es nur schwer festzustellen, aus welchen Samen das Hanföl gepresst wurde. Zum Glück gibt es andere Anzeichen, um herauszufinden, wie hochwertig das jeweilige Öl ist. Durch die grüne, satte Färbung des Hanföl kann sofort erkannt werden, wie hoch der Anteil an Chlorophyll des Öls ist. Dieser Pflanzenstoff kann im Organismus sehr gute Auswirkungen haben. Chlorophyll wirkt sich auf die Tätigkeit des Darm positiv und somit auch der Verdauung aus und bewahrt die Wände der Zellen vor Oxidationsschäden. Außerdem kann durch Chlorophyll der Aufbau von neuen Blutzellen gefördert werden. Somit wird die Regeneration der Körperzellen unterstützt und die Entgiftung von schädlichen Substanzen gefördert.

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