Wärmedämmung: Ist Euer Haus winterfest?

Die 4 wichtigsten Sanierungsmaßnahmen vom Dach bis zum Keller

Die Heizkostenabrechnung belegt es oftmals schwarz auf weiß: Viele ältere Häuser haben bei dem Thema Wärmedämmung bzw. Energieeffizienz immer noch Nachholbedarf. In erster Linie gibt es 4 typische Schwachstellen, bei denen sich eine Verbesserung des Wärmeschutzes durchaus auszahlen würde: Schlecht isolierte Fenster, unzureichend gedämmte Fassaden, Dächer ohne ausreichenden Wärmeschutz und ungedämmte Kellerdecken. Was sich gegen diese Schwachpunkte tun lässt, habe ich Euch in meinem folgenden Artikel kurz zusammengefasst:

Mit einfachen Mitteln lassen sich mit einfachen Mitteln Verbesserungen erzielen – auf jeden Fall lohnt es sich aber, vor dem Beginn von energetischen Sanierungsmaßnahmen einen zertifizierten Energieberater für eine Hausbegehung vom Dachboden bis zum Keller hinzuzuziehen. Er kann die Schwachpunkte im Haus feststelleen und einen Sanierungsfahrplan erstellen.

Wärmedämmung, Quelle: pixabay

Tipp 1: Die Kellerdecke dämmen

Hier können die Heimwerker unter euch, selbst Hand anlegen. Ein nicht beheizter, kalter Keller kann im Erdgeschoss  für einen unangenehmen kalten Boden verantwortlich sein. Wesentliche Verbesserungen bringt eine Dämmung der Kellerdecke von unten, die Heimwerker zum Beispiel mit Polyurenthan-Dämmelementen selbst vornehmen können. Aufgrund seiner guten Leistungsfähigkeit, genügt eine Dicke des Dämmstoffes von ungefähr 8 Zentimetern, so dass genügend Kopffreiheit im Untergeschoss für die Benutzung der Kellerräume immer noch erhalten bleibt.

Tipp 2: Die Fassade renovieren

Eine Dämmung der Fassade, lässt sich sehr gut mit einer ohnehin bereits geplanten Erneuerung des Putzes verbinden. Dann fallen zum Beispiel Kosten für das Gerüst nur einmal an. Sie sollte vom Fachmann geplant und auch durchgeführt werden. Auch hier bewähren sich hochleistungsfähige PU-Dämmstoffe, welche mit wesentlich geringen Materialstärken die Architektur der Hausfassade bewahren.

Tipp 3: Tausch der Fenster

Ohne Isolierverglasung, können alte Fenster im Rahmen einer Sanierung der Fassade gleich mit ausgetauscht werden. Sehr gut ist es, wenn die Fenster ein Stück weiter nach außen in die Dämmebene eingesetzt werden. Falls die Fenster Rahmen noch sehr gut erhalten sind, genügt es in einigen Fällen auch, lediglich die Verglasung zu ersetzen.

Tipp 4: Die Dämmung des Daches

Wird Eurer Dachboden nur als Lagerraum genutzt, kann eine Dämmung der obersten Hausdecke vollkommen ausreichen, hierfür gibt es PU-Elemente, die mit einer Trittschicht versehen sind. Sollen unter dem Dach Wohnräume entstehen oder ist der Dachboden bereits ausgebaut, empfiehlt sich im Zuge einer Erneuerung der Dachziegel, eine zwar aufwendigere, jedoch aber eine effektive PU-Aufsparrendämmung.

Wärmedämmung, Quelle: pixabay
Wärmedämmung, Quelle: pixabay

Welche Wärmeschutzmöglichkeiten es für Dachfenster gibt, könnt Ihr in diesem Artikel von mir lesen.

Wärmedämmung – Fazit

Die Energieberatung bei energetischen Gebäudesanierungen wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert. Bis zu 60 Prozent der Beraterkosten oder maximal € 800 im Einfamilienhaus oder € 1100 bei Wohngebäuden mit 3 Einheiten. Der Energieberater kann eine Gesamtsanierung in einem Zug, zu dem KFW-Effizienzhaus darstellen oder für eine schrittweise Sanierung einen Fahrplan über eine längere Zeitspanne aufzeigen.

 

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