CBD-Öl – Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Bei Cannabidiol (CBD) handelt es sich um einen Wirkstoff aus der Hanfpflanze. Die Substanz wird gerne eingenommen, um Schlafprobleme zu vertreiben und die Entspannung zu fördern. Auch zur Dämpfung von Schmerzen wird CBD empfohlen. Im Vergleich zu klassischen Medikamenten wirkt CBD-Öl harmlos. Trotzdem ist es sinnvoll, sich vor der Einnahme mit möglichen Nebenwirkungen auseinanderzusetzen. Eins vorweg: Schwangere und Menschen mit einem niedrigen Blutdruck, sollten sich vor der Einnahme ausreichend informieren.

CBD-Öl, Bild von altika auf Pixabay
CBD-Öl, Bild von altika auf Pixabay

CBD-Öl – Trockenes Mundgefühl

Einige Anwender berichten nach der CBD-Einnahme über ein trockenes Gefühl im Mund. Womöglich kann das auf die Hemmung des Speichelflusses zurückgeführt werden. Schließlich soll Cannabidiol spezielle Rezeptoren im Körper aktivieren, was sich wiederum auf die Produktion von Speichel auswirkt. Bei dieser harmlosen Nebenwirkung hilft es, regelmäßig Wasser zu trinken. So kann das trockene Mundgefühl schnell bekämpft werden.

Benommenheit und Schläfrigkeit

Die Einnahme von CBD kann dazu führen, dass der Blutdruck absinkt. Das kann mit einem Gefühl von Benommenheit oder Schwindel einhergehen. Der vorübergehende Zustand dauert in der Regel nur kurz an. Mit einer Tasse Kaffee kann dem Blutdruck auf die Sprünge geholfen werden.
Wenn CBD in einer höheren Dosierung eingenommen wird, kann es zu Schläfrigkeit kommen. Tritt diese Nebenwirkung auf, ist es empfehlenswert, das Öl ausschließlich abends einzunehmen. Achtung: Bei ausgeprägter Schläfrigkeit sollten weder Fahrzeuge noch Maschinen bedient werden.

Vorsicht bei niedrigem Blutdruck und hohem Augeninnendruck

CBD wird nachgesagt, dass es sich senkend auf den Blutdruck auswirken kann. Das gilt insbesondere für höhere Dosen. Vorsichtshalber sollten Menschen mit einem niedrigen Blutdruck ihre Werte regelmäßig kontrollieren. Wer auf Medikamente angewiesen ist, sollte vor der CBD-Einnahme seinen Hausarzt konsultieren. So können unerwünschte Begleiterscheinungen vermieden werden. Auch Menschen mit einem erhöhten Augeninnendruck (Glaukom) sollten vor der CBD- Anwendung ihren Arzt befragen. Mehrere Studien haben Hinweise darauf geliefert, dass CBD unter Umständen den Augeninnendruck erhöhen kann.

Bei Medikamenteneinnahme gilt: Rücksprache mit dem Arzt halten

CBD kann körpereigene Enzyme beeinflussen. Das kann dazu führen, dass Medikamente entweder stärker oder schwächer im Organismus wirken. Das gilt scheinbar insbesondere für folgende Medikamente:

Säurehemmer
• Gerinnungshemmer
• Neuroleptika
• Schmerzmittel

Aber nicht nur die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten, sondern auch die Kombination mit Nahrungsergänzungsmitteln kann sich negativ auswirken. So kann Katzenminze, Kava, Hopfen, L-Tryptophan oder Johanniskraut dafür sorgen, dass eine verstärkte Schläfrigkeit auftritt.

CBD-Öl, Bild von altika auf Pixabay

Gegenteilige Effekte: selten, aber möglich

Nicht immer lässt sich mit einem natürlichen Extrakt eine bestimmte Wirkung erzielen. Manchmal kommt es auch zu einem gegenteiligen Effekt.

Schlafprobleme: Cannabidiol wird nachgesagt, dass es beim Einschlafen helfen kann. Vereinzelt wird jedoch davon berichtet, dass es nach der Einnahme zu Schlafproblemen kam. Dieser unerwünschten Nebenwirkung kann schnell entgegengewirkt werden, indem die Einnahme auf eine andere Tageszeit verlegt wird.

Appetitanregend: Während THC den Appetit anregen soll, sorgt CBD für den gegenteiligen Effekt – soweit die Theorie. Auch hier gibt es scheinbar Ausnahmen. Aus wenigen Erfahrungsberichten geht hervor, dass CBD den Appetit stimuliert hat. In diesem Fall kann es helfen, die Dosierung herabzusetzen.

Vermehrtes Zittern: Einige Parkinson-Patienten geben an, dass es durch CBD zu einem verstärkten Zittern gekommen ist. Andere wiederum konnten keine Veränderung beobachten.

Vorsicht vor minderwertigen CBD-Produkten

Um die Gesundheit nicht unnötig zu belasten, sollten Anwender auf qualitativ hochwertige Produkte zurückgreifen. Einige Hersteller verwenden scharfe Lösungsmittel, um die Herstellungskosten gering zu halten. Allerdings können Spuren davon im Endprodukt zurückbleiben. Auch unerwünschte Zusatzstoffe können Nebenwirkungen begünstigen. Wer auf Nummer sichergehen möchte, bevorzugt ein Bio-CBD-Produkt aus europäischem Anbau. So kann auch der Verunreinigung mit Pestiziden aus dem Weg gegangen werden.

CBD-Öl – In der Schwangerschaft: Geht das?

Experimente an Zellen legen den Schluss nahe, dass CBD sich negativ auf die Plazentafunktion auswirken könnte. Das wird darauf zurückgeführt, dass der Wirkstoff wichtige Enzyme für die Plazenta beeinflusst. Sicherheitshalber sollte deshalb auf die Einnahme von CBD in der Schwangerschaft verzichtet werden.

Wie immer gilt: Die Dosis macht das Gift

Jeder Körper reagiert anders auf Naturextrakte. Ob und welche Nebenwirkungen eintreten, hängt maßgeblich von der Dosierung ab. Deshalb wird dazu geraten, sich langsam an die individuelle Tropfenanzahl heranzutasten. Wird die geringe Dosis gut vertragen, kann nach einer Woche die nächste Anpassung erfolgen. Treten unerwünschte Begleiterscheinung auf, kann die CBD-Menge wieder heruntergeregelt werden. CBD-Öl hat den Vorteil, dass die Dosierungsanpassung ganz einfach gelingt.

CBD-Öl – Fazit

Auch bei Naturextrakten können Nebenwirkungen nicht ganz ausgeschlossen werden. Dazu gehören Mundtrockenheit, Benommenheit und Schwindel. CBD kann mit körpereigenen Enzymen interagieren. Durch die Kombination mit Medikamenten können daher unerwünschte Begleiterscheinungen auftreten. Wer auf eine regelmäßige Medikamenteneinnahme angewiesen ist, sollte daher mit dem Arzt Rücksprache halten. Gleiches gilt für Menschen mit niedrigem Blutdruck und hohem Augeninnendruck. In der Schwangerschaft sollte sicherheitshalber auf die Einnahme von CBD verzichtet werden. Generell gilt: Wer auf seine Körpersignale hört, kann viele unerwünschte Begleiterscheinungen vermeiden. Dafür ist es wichtig, sich an die individuelle Dosierung heranzutasten.

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