Berlin: Die 20 wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Berlin bietet viele Sehenswürdigkeiten, davon konnte ich mich auch vor kurzem überzeugen, als ich mit meiner Tochter Nadja, Berlin besuchte. Welche Attraktionen Ihr bei Eurer nächsten Reise in der Hauptstadt nicht verpassen solltet, erfahrt Ihr bei mir. Ich habe die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Berlin in meinem folgenden Artikel für euch aufgelistet, damit Ihr bei Eurem nächsten Berlin Besuch die Spreu vom Weizen trennen könnt:

1. Reichstag

Der Reichstag ist einer der geschichtsträchtigsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Berlin. Erbaut wurde er von 1884-1894, wurde bereits im Jahr 1918 Schauplatz der Republik durch Herrn Philipp Scheidemann. Durch den Bombenhagel und den Reichstagsbrand 1933 im Zweiten Weltkrieg, wurde der Reichstag stark beschädigt, allerdings wurde er über die Jahre aufwändig modernisiert. Die im Jahr 1999 fertiggestellte Kuppel ist vor allem ein richtiger Besuchermagnet. Man kann über insgesamt 2 Rampen bis oben zur Plattform, für Besucher, in 40 Meter Höhe gehen. Man hat von hier aus nicht nur einen tollen Überblick über das Regierungsviertel, sondern man kann auch dank der vielen Informationstafeln, wirklich etwas lernen. Man muss sich vorher online anmelden, aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen.

Berlin
Berlin, Reichstag, Bundestag

 2. Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor ist wohl das bekannteste und markanteste Wahrzeichen von Berlin. In seiner Geschichte hat das vor über 200 Jahren gebaute Tor einiges erlebt:

  • Durch Napoleons Truppen die Verschiffung der Quadriga nach Paris durch die Truppen von Napoleon
  • Vor dem Tor, die Feier der Verfassung der Weimarer Republik
  • Der Fackelzug der Nationalsozialisten
  • Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg
  • die historische Rede von R. Reagen
  • die Weltmeisterfeier unserer Nationalelf nach der gewonnenen Fußball Weltmeisterschaft im Jahr 2014

Adresse: Pariser Platz, 10117 Berlin

Berlin, Brandenburger Tor
Berlin, Brandenburger Tor

 3. Berliner Dom

Dank seiner markanten Kuppeln erkennt man die größte Kirche von Berlin schon aus der Ferne. Gelegen direkt an der Spree, bietet der Dom sowohl von innen aus auch von außen eine spannende Geschichte und eine faszinierende Architektur. Der Dom musste schließlich, so wie auch andere Gebäude in Berlin, auch den Zweiten Weltkrieg durchleben, der ihm sehr zusetzte. Inzwischen glänzt der Dom, wieder in seiner alten Pracht, inklusive der fünfzehn Meter hohen Kombination aus vergoldetem und vergoldeter Halterung.

4. Fernsehturm

Nicht wegzudenken ist aus der Skyline von Berlin, der Fernsehturm. Erbaut wurde er ab 1965 in der ehemaligen DDR und ist seitdem ein sehr beliebtes Ziel bei Gästen. Inzwischen verzeichnet er ungefähr 1 Million Besucher pro Jahr. Das drehende Restaurant und die Terrasse für Besucher befinden sich in einer Höhe von ca. 200 Metern. Von hier aus kann man tatsächlich ganz Berlin überblicken, weil es keine höheren Gebäude in unserer Hauptstadt gibt. Seine imposante Höhe von 368 Metern, macht ihn zum höchsten Gebäude der Bundesrepublik.

Berlin, Fernsehturm, Quelle: pixabay
Berlin, Fernsehturm, Quelle: pixabay

5. Museumsinsel

Den nördlichen Teil der Spreeinsel, bezeichnet die Museumsinsel, auf der auch sich der Berliner Dom befindet. Hier befinden sich insgesamt 5 Museen: das  Bode-Museum, das Pergamonenmuseum, Die Alte Nationalgalerie, das Neue Museum sowie das Alte Museum. Von den alten Ägyptern bis hin zur heutigen Kunst haben Besucher die Möglichkeit, sich sehr viele atemberaubende Ausstellungen anzusehen. im Jahr 1999 wurde die Insel mit in die Liste des UNESCO Welterbe mit aufgenommen. Leider habe ich die Museumsinsel noch nicht gesehen, werde sie aber auf jeden Fall, bei meiner nächsten Kurzreise nach Berlin mit einplanen.

Berlin, bode-museum. Quelle: pixabay
Berlin, bode-museum. Quelle: pixabay

6. Checkpoint Charlie

Der Checkpoint Charlie ist wohl der ehemalige bekannteste Grenzübergang zwischen Ost- und Westberlin. Er verdankt seinen Namen dem Internationalen Buchstabieralphabet. Es gab nämlich noch in Berlin die 2 weitere Checkpoints Alpha und Bravo, durch den Funktionäre der Regierung und Diplomaten, die politischen Lager sowie auch die Besatzungsgebiete wechseln konnten. Im Jahr 1961 wäre am Checkpoint Charlie,der zwischen Berlin-Mitte und Kreuzberg liegt, der Kalte Krieg nahezu eskaliert. Denn auf Befehl des US-General Clay fuhren dort die Panzer vor. Daraufhin ließen die Sowjets auch ihre Panzer vorfahren. Einige Tage standen sich die Panzer in Schussposition gegenüber. Die angespannten Soldaten harten einige Tage in dieser Position aus. Zum Glück schoss niemand. Empfohlen wird auf jeden Fall ein Besuch nebenan im Mauermuseum. Wer schon immer etwas über die Fluchtversuche und auch über die Mauer lernen möchte, ist dort genau richtig.

Berlin, Checkpoint Charlie,Quelle: pixabay
Berlin, Checkpoint Charlie,Quelle: pixabay
  • Adresse: Friedrichstraße 43-46, 10117 Berlin

7. DDR Museum

Ein wichtiger Teil der deutschen Geschichte ist die DDR. Jeder, der diese Zeit nicht mitgemacht hat oder einfach einen Einblick in das damalige DDR-Leben erlangen möchte, dem empfehle ich einen Besuch im DDR Museum. Nicht nur viele Exponate – darunter ein Modell eines Plattenbau-Wohnzimmers – bereit, sondern auch viele interaktive Stationen.

 8. East Side Gallery

Die Berliner Mauer ist ein wichtiger Teil der Berliner und der deutschen Geschichte. Der ca. 1,3 Kilometer lange Abschnitt der Mauer ist – wie der Name es annehmen lässt – in eine Open-Air-Galarie auf der Ostseite umgewandelt worden. Dafür malten viele Künstler aus verschiedenen Ländern sehr große Gemälde an die Mauer, die sich die Besucher ansehen können – Das Bruderkussgemälde zählt wohl zu den bekanntesten Malereien. Jedoch sind nach städtebaulichen Maßnahmen im Jahr 2013 nicht mehr alle Stücke der Mauer im Original vorhanden, durch Repliken wurden die entfernten Stücke ersetzt.

Berlin, eastsidegalary, Quelle:pixabay
Berlin, eastsidegalary, Quelle:pixabay

9. Siegessäule

Als eines der wichtigsten Wahrzeichen Berlins, gilt die Siegessäule. Das im Jahr 1865 bis 1873 erbaute Monument erinnert an die Siege Preußens über Frankreich, Österreich und Dänemark. Nur 3 Segmente besaß daher die „Goldelse“, wie die Säule im Volksmund genannt wird, im Hauptteil. Allerdings ließen die Nationalsozialisten ein viertes Segment damals einbauen und sie von ihrem ursprünglichen Platz am Königsplatz (dem heutigen Platz der Republik) vor dem Reichstag, zu ihrem noch heutigen Standort, auf dem imposanten Stern versetzen. Das Denkmal wurde Mitte der 1980er Jahre, das den II. Weltkrieg fast unbeschadet überstanden hat, von Grund auf restauriert. Wenn man die 285 Stufen überwunden hat, hat man von oben einen sehr guten Blick über den Tiergarten sowie die Straße des 17.Juni bis runter zu dem Brandenburger Tor.

  • Adresse: Großer Stern, 10557 Berlin
Berlin, Siegessäule, Quelle: pixabay
Berlin, Siegessäule, Quelle: pixabay

10. Zoologischer Garten Berlin

Für alle Tierfreunde lohnt sich ein Besuch im zoologischen Garten Berlin auf jeden Fall. Der artenreichste Zoo der Welt und der älteste Zoo Deutschlands hat von A wie Affe bis Z wie Zebra alles zu bieten, was sich ein Tierfan wünscht. Neben den Außengehegen gibt es zum Beispiel auch ein Flusspferd- oder Affenhaus, außerdem besitzt der Zoo ein eigenes Aquarium. Ungefähr 3 Millionen Besucher, lockt er jährlich aus aller Welt an.

Berlin, zoologischer Garten
Berlin, zoologischer Garten

11. Potsdamer Platz

Einer der neuesten Plätze unserer Hauptstadt, ist der Potsdamer Platz, kann aber dennoch auf eine interessante Geschichte zurückblicken. Das heutige Gebiet lang nach der Wiedervereinigung, auf dem sich der Platz befindet, vollkommen brach. Eine exakte Planung hat ihn wieder zu dem gemacht, was er gegenwärtig ist: Unterhaltungsmöglichkeiten, Einkaufspassagen und Hochhäuser machen ihn bei Besuchern und Bevölkerung zu einem sehr beliebten Ausflugsziel. Man hat außerdem vom 101 Meter hohen Kollhoff-Tower einen tollen Blick über ganz Berlin.

Berlin, Potsdamer Platz, Quelle:pixabay
Berlin, Potsdamer Platz, Quelle:pixabay

12. Olympiastadion Berlin

Ähnlich wie in München die Allianz Arena, zählt auch das Berliner Olympiastadion mit zu den Sehenswürdigkeiten von Berlin. Erbaut wurde es unter Hitler für die Olympischen Spiele im Jahr 1936 – natürlich auch und in erster Linie aus propagandistischen Zwecken. Es wurde selbstverständlich seitdem umgebaut und modernisiert, außerdem wurde dem Stadion ein Dach aufgesetzt. Der Fußballverein Hertha BSC spielt dort heute vor allem. An einer geführten Tour durch das Stadion können Interessierte teilnehmen, die unter anderem durch die Tunnel der Spieler bis an den Spielfeldrand führt.

Berlin, Olympiastadion, Quelle: pixabay
Berlin, Olympiastadion, Quelle: pixabay

13. Schloss Charlottenburg

Die Machtstellung des ehemaligen Preußens, symbolisiert kein anderes Schloss so gut, wie das Schloss Charlottenburg. Anschauen kann man sich unter anderem die Silberkammer, den Kronschatz der Adelsfamilie Hohenzollern und die Orangerie. Das ganze Jahr über  geöffnete Schloss kann bei einer Führung oder auch auf eigene Faust mit einem Audioguide besichtigt werden.

  • Webseite: www.spsg.de
  • Adresse: Spandauer Damm 20-24, 14059 Berlin
Berlin, Schloss Charlottenburg, Quelle:pixabay
Berlin, Schloss Charlottenburg, Quelle:pixabay

14. Ku’damm und die Gedächtniskirche

Der Kurfürstendamm – oder einfach der Ku’damm – ist einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der City West. Als Amüsier- und Flaniermeile beseht die Straße inzwischen seit über 130 Jahren – in erster Linie während der Teilung Berlins erlebte die Meile einen regelrechten Boom, nach dem Fall der Mauer verlor er aber etwas an Bedeutung. Heute finden Besucher hier alles, was das Herz begehrt – zahlreiche Luxusmarken haben sich vor allem hier angesiedelt. Die am Ku’damm liegende Gedächtniskirche sollte man auch besucht haben. Bei Luftangriffen wurde Sie im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und gilt seit dieser Zeit, als Mahnmal, für den Frieden.

Berlin, Kurfürstendamm, Quelle: pixabay
Berlin, Kurfürstendamm, Quelle: pixabay

15. Friedrichstraße

Eine der beliebtesten Einkaufsstraßen von Berlin, ist mit dem Kurfürstendamm zusammen, die gerade von Norden nach Süden verlaufende Friedrichstraße. In den Goldenen Zwanzigern war die Friedrichstraße geprägt von Vergnügungsstätten und Theatern, kurzum waren hier die High Society und der Glamour zuhause. Der Kalte Krieg sowie der Zweite Weltkrieg setzten ihr jedoch ganz schön zu: Statt Vergnügen und Shoppingerlebnis verödete die Straße nach und nach. Außerdem war auch der Übergang von West-Berlin nach Ost-Berlin auf der Friedrichstraße – kein optimaler Ort zum Einkaufen. Allerdings wurde die Straße nach der Wiedervereinigung wiederbelebt. Eine Vielzahl an Läden sowie die Galerie Lafayette lassen die Friedrichstraße wieder in ihrem damaligen Glanz erstrahlen.

Berlin, Friedrichstraße, Quelle:pixabay
Berlin, Friedrichstraße, Quelle:pixabay

16. Gendarmenmarkt

In unmittelbarer Nähe zur Friedrichstraße befindet sich der Gendarmenmarkt. Er gilt allgemein als einer der schönsten Plätze von Berlin, was nicht zuletzt den 3 sehr schönen Bauten rund um den Platz zu verdanken ist. Das Konzerthaus befindet sich in der Mitte, Rechts und Links davon befinden sich der Deutsche Dom und der Französische Dom, 2 fast identische Bauten. Außerdem kann man vor dem Konzerthaus das Schillerdenkmal bewundern. Ursprünglich wurde dieses im Jahr 1871 aufgestellt, 1935 wurde es leider von den Nazis entfernt und 1988 an seinem eigentlichen Platz erneut wieder aufgebaut.

  • Adresse: Gendarmenmarkt, 10117 Berlin
Berlin, Gendarmenmarkt, Quelle: pixabay
Berlin, Gendarmenmarkt, Quelle: pixabay

17. Nikolaiviertel

Das älteste Siedlungsgebiet  ist das Nikolaiviertel. Mit Cölln zusammen bildete es ab dem Jahr 1237 die Doppelstadt Berlin-Cölln. Hier wohnten bis in die 1940er Jahre hauptsächlich Handwerker in den inzwischen marode gewordenen Gebäuden. Nach Luftangriffen wurde das Nikolaiviertel komplett zerstört und nach dem Krieg durch die DDR praktisch vergessen. Anlässlich der 750-Jahr Feier Berlins, im Jahr 1987, wurde beschlossen, dass das Nikolaiviertel erneut aufgebaut werden sollte. Die Besucher haben heute wieder die Möglichkeit, sich die historischen Wurzeln von Berlin anzusehen.

  • Adresse: Am Nußbaum 3, 10178 Berlin

18. Oberbaumbrücke

Die markanteste Brücke von Berlin ist wohl die Oberbaumbrücke. Sie verbindet inzwischen die zusammen gehörenden Stadtteile Kreuzberg und Friedrichshain miteinander. Bereits im Jahr 1724 wurde die ursprüngliche Brücke aus Holz gebaut, neugebaut wurde sie ab 1894 dann aus Stein. Über sie führt nicht nur Fußgänger- und Autoverkehr, auch die Berliner U-Bahn fährt über die Oberbaumbrücke. Während der Teilung Berlins war hier ein DDR-Grenzübergang. Gleich in der Nähe liegt die East Side Gallery, dessen Besuch man mit dem passieren der Oberbaumbrücke sehr gut kombinieren kann.

  • Adresse: Oberbaumbrücke, 10243 Berlin
Berlin, Oberbaumbrücke, Quelle: pixabay
Berlin, Oberbaumbrücke, Quelle: pixabay

19. Bebelplatz

Direkt an der Straße Unter den Linden, befindet sich der Bebelplatz. Die sehr schönen Fassaden um den Platz lassen erahnen, wie es vor ein paar hundert Jahren wohl in Berlin aussah. Außerdem fand die berüchtigte Bücherverbrennung am 10.05.1933 durch die Nationalsozialisten statt, eingelassene Bücherregale erinnern heute an die.

  • Adresse: Unter den Linden, 10117 Berlin

20. Topographie des Terrors

Wohl jeder von uns denkt an eine schreckliche Zeit, sobald das Wort Nationalsozialismus fällt, die von Terror, Angst und Verfolgung geprägt war. Das Dokumentationszentrum befasst sich mit der Topographie des Terrors. Ein absolutes Muss für alle die sich für Geschichte interessieren.

Berlin – Fazit

Ich schließe mich der Meinung an, das Berlin immer wieder eine Reise wert ist! Bei unseren nächsten Besuch in Berlin, werden wir die ein oder andere Sehenswürdigkeit noch besuchen.

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