Balkonpflanzen richtig pflegen

Ratgeber Pflanzenpflege

Von Frühjahr bis in den Herbst hinein sind Terrasse und Balkon die Bühne für wunderschönen Blütenschmuck in dekorativen Kübeln und in Kästen. Jedoch nur mit der richtigen Pflege kannst du deine grüne Oase auch monatelang genießen. In meinem folgenden Artikel gebe ich dir einige Tipps, damit du lange daran Freude an deinen Kübel- und Balkonpflanzen hast.

Balkonpflanzen – Der richtige Standort

Bereits bei der Auswahl deiner Pflanzen solltest du die Licht- und Platzverhältnisse des Standorts mit beherzigen. Obwohl viele Pflanzen in Hinblick auf die Lichtverhältnisse meistens Tolerant sind, gilt trotzdem: desto größer die Übereinstimmung zwischen dem Lichtbedarf der Blumen und dem wirklichen an deinem Standort vorhandenen Lichtverhältnissen, umso gedeihen und üppiger blühen deine Pflanzen. Stelle dir daher vor dem Kauf deiner Pflanzen die Frage: Ob dein Balkon tagsüber eher kühl-schattig oder sehr heiß und sonnig ist?

Balkonpflanzen
Balkonpflanzen

Der ideale Zeitpunkt zum Pflanzen

Schalen, Kübel und Balkonkästen für Terrasse und Balkon, pflanzt man gewöhnlich nach den Eisheiligen (10.-15.Mai). Falls du eher deine Kästen bepflanzen möchtest, solltest du auf den Wetterbericht achten und bei Frostgefahr deine Balkonpflanzen mit Vlies abdecken oder sie geschützt eng an die Hauswand stellen.

Balkonpflanzen – Die richtige Blumenerde

Neben Luft, Wasser, Wärme und Licht benötigen deine Kübel- und Balkonpflanzen vor allem gute Erde um zu gedeihen. Sie sichert den festen Stand, speichert Wasser sowie Nährstoffe und gibt den Wurzeln Halt. Kübel- und Balkonpflanzen entwickeln sich nur in gut durchlüfteten und lockeren Substraten optimal. Außerdem sollte eine hochwertige Blumenerde schon eine abgestimmte Grunddüngung auf die Pflanzen enthalten, die den Bedarf an Nährstoffen in den ersten Wochen abdeckt.

Wobei der pH-Wert ein wichtiges Qualitätsmerkmal für Pflanzenerde ist, da nur mit dem richtigen pH-Wert die Nährstoffe in der Erde von den Blumen bzw. Pflanzen aufgenommen werden. Zudem wirkt es sich auf die Widerstandskraft gegen Krankheiten und die Aktivität des Bodenlebens aus. Meistens bevorzugen die Pflanzen Böden mit einem pH-Wert der zwischen 5,5 und 6,5 liegt. Den Wert kannst du entweder mithilfe von pH-Wert-Teststreifen selber bestimmen oder bei einer Gärtnerei oder einem Baumarkt eine Analyse in Auftrag geben.

Balkonpflanzen
Balkonpflanzen

Balkonpflanzen – Die Bewässerung

Wie häufig und intensiv gegossen werden sollte, hängt von vielen Faktoren ab. Prinzipiell gilt: besser einmal zu wenig gießen als zu viel! Ein einfacher Daumentest hilft dir dabei, das richtige Maß zu finden. Gieße am bestens abends oder morgens mit Regenwasser – Wasser aus dem Wasserhahn ist oft zu kalkhaltig und kalt. Kübel- und Balkonpflanzen an der Nordseite des Hauses müssen gewöhnlich nicht so oft gegossen werden, wie Blumen an der Südseite. Das gleiche gilt für Gewächse in Töpfen aus Plastik. Pflanzen in Terrakotta- und Tontöpfen benötigen wesentlich mehr Feuchtigkeit, da Ton das Wasser speichert, das dann durch die Wände einfach verdunstet bzw. zum Teil wieder an die Erde abgegeben wird.

Balkonpflanzen – Düngen der Pflanzen

Zum Gedeihen und Wachsen benötigt eine Pflanze regelmäßig Nährstoffe. Dieses Gleichgewicht an Nährstoffen ist in der freien Natur einigermaßen von selbst gedeckt: Wenn abgestorbene Teile der Pflanzen von Bodenorganismen zersetzt werden, entstehen wiederum Nährstoffe, die den Pflanzen zugutekommen. Allerdings ist dieser biologische Kreislauf bei Kübel- und Balkonpflanzen unterbrochen. Damit es nicht zu Mangelerscheinungen kommt, solltest du daher deine Pflanzen regelmäßig in Abständen düngen. Je nach Belieben kannst du entweder Langzeit– oder Flüssigdünger oder Düngestäbchen verwenden.

Kübel- und Balkonpflanzen
Kübel- und Balkonpflanzen

Schädlingen und Krankheiten vorbeugen

Außerdem solltest du regelmäßig prüfen, ob deine Pflanzen Krankheiten oder von Schädlingen befallen sind. Meistens treten Weiße Fliegen, Spinnmilben, Blattläuse und Co. in ganzen Kolonien auf. Allerdings sind sind sie so winzig und weil sie oft unter den Blättern sitzen, ist es nicht immer einfach, sie zu entdecken. Umso eher du die Tierchen bemerkst, desto schneller kannst du sie mit den entsprechenden Maßnahmen auch wieder loswerden. Achte nicht nur auf gelbe Blattflecken und Blätter, sondern zudem auch auf klebrige Stellen. Damit die Schädlinge nicht auf andere Pflanzen übergehen, solltest du die befallenen Pflanzen zunächst isolieren. Achte außerdem auf einen ausreichenden Abstand der Pflanzen, pflanze daher nicht zu dicht. so können sich die Pflanzen nach dem Gießen oder Regen abtrocknen – dadurch senkt sich außerdem erheblich das Infektionsrisiko für Pilze.

Pflanzen auf die Überwinterung vorbereiten

Um deine Kübel- und Balkonpflanzen vor Frost zu bewahren, solltest du sie während des Winters in kühlen, hellen Räumen platzieren, zum Beispiel im Keller oder Treppenhaus. Die ideale Temperatur sollte bei 5-12°C liegen; wichtig dabei ist, dass sie nie über 15° steigen sollte. Am besten du lüftest den Raum regelmäßig und gießt die Pflanzen sparsam – so vermeidest du Krankheiten und einen kraftlosen, frühen Austrieb.

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