Manuka-Honig – Wirkung und Anwendung

Bereits 1550 Jahre vor Christus sind die wohlschmeckenden und positiven Eigenschaften von Honig allgemein erkannt wurden. Neben sehr vielen weiteren gesundheitsfördernden Wirkstoffen, enthält Honig außerdem auch Wasserstoffperoxid. Wasserstoffperoxid entsteht, wenn Bienen den Pollen, nach dem Sammeln, mit ihrem Speichel versetzen, um auf diese Art Honig herzustellen. Jedoch wird Wasserstoffperoxid erst wieder aus dem Honig freigesetzt, wenn der Honig mit Flüssigkeiten, wie z.B. mit menschlichen Speichel, in Kontakt kommt.

Da Wasserstoffperoxid desinfizierend wirkt, kann er daher zur Heilung von Geschwüren und Wunden verwendet werden. Wobei aus allen Honigarten, die es auf der ganzen Welt gibt, eine Honigsorte besonders heraus sticht: Der Manuka-Honig. Übrigens gibt es in der Shop-Apo noch viele weitere gesunde Superfoods.  Schon die Ureinwohner Neuseelands, die Maori, verwenden Manuka Honig bereits seit Jahrhunderten zur Behandlung von Entzündungen und Infektionen. Es handelt sich bei Manuka  um einen Busch, der nur im Südosten von Neuseeland wächst und gedeiht. Früher wurden von den Medizinmännern die federähnlichen Blätter des Manuka-Busches gequetscht und als Wundauflage verwendet.

Manuka-Honig, Manukablüte
Manuka-Honig, Manukablüte

Manuka-Honig – Eigenschaften

Manuka-Honig enthält neben Wasserstoffperoxid eine beachtliche Anzahl an weiteren guten Inhaltsstoffen, die jedoch erst im Jahr 1998 bekannt wurden und deren gute Wirkung, sowohl innerlich als auch äußerlich, nachgewiesen wurde.  Wie andere Honigsorten auch, enthält Manuka-Honig, je zwischen zwanzig und vierzig Prozent Fruktose und Glukose. Weitere Inhaltsstoffe sind: Maltose, Mineralstoffe, Vitamine, Aminosäuren, Proteine, Enzyme, Pollen und Saccharose. Die Witterung hat während der Reife des Honigs einen ausschlaggebenden Einfluss auf die Qualitätsklasse des Manuka-Honigs. Desweiteren verursacht dieser Honig, dank durch seinen hohen Zuckeranteil, bei lebenden Zellen, einen osmotischen Effekt. Das heißt, dass der Zucker des Honigs, Flüssigkeit aus den einzelnen Zellen herauszieht, was zur Folge hat, dass die Zellen absterben. Honig kann daher keimtötend wirken.

Jedoch hat der Honig der Manuka-Blüten darüber hinaus noch einen weiteren guten Effekt. Als der UMF-Faktor wird dieser Effekt bezeichnet. UMF ist die Abkürzung für „Unique Manuka Faktor“. Dieser benennt die Stärke, Hemmung, des Wachstums von Bakterien. Desto größer die Zahl ist, umso kräftiger ist auch die Wirkung des Manuka-Honigs. Faktoren zwischen 10+ und 25+ sind gebräuchlich. An dieser Stelle, möchte ich nicht verschweigen, dass Manuka-Honig zu den teuersten Honigsorten weltweit gehört.

Manuka-Honig – Die Besonderheit

Der hohe Gehalt an Aldehyd Methylglyoxal ist an Manuka-Honig das Besondere. Bei der Photosynthese entstehen in der Manuka-Blüte die Vorstufen dieses Methylglyoxals und werden dank eines Enzyms, das im Darm von Honigbienen vorkommt, in Methylgloxal umgewandelt. Dieser Prozess läuft nur in Manuka-Honig ab. Eine wissenschaftliche Erklärung für diesen Prozess, konnte bis heute nicht gefunden werden. Originaler Manuka-Honig ist das einzige Nahrungsmittel auf der ganzen Welt, das Methylglyoxal in Mengen von bis zu achthundert Milligramm je KG aufweist. Andere Honigarten enthalten gewöhnlich zwischen 0 und 10 Milligramm pro KG Honig. Methylglyoxal weist eine antibakterielle Wirkung auf, die sich jedoch erst ab einer Konzentration von hundert Milligramm pro KG Manuka Honig bemerkbar macht. Trotzdem wirkt der Honig wie ein natürliches Antibiotikum.

Manuka-Honig bekämpft viele Arten von Bakterien, ganz besonderes Erreger wie Escherichia coli und Staphylococcus aureus Bakterien, die eine große Rolle bei vielen Entzündungsvorgängen spielen. Manuka-Honig wirkt aber auch, gegen Bakterien, gegen die normale Antibiotika resistent sind.

Manuka-Honig – Anwendung

Sehr vielfältig ist der Anwendungsbereich von Manuka-Honig: Bei Magen- und Verdauungsproblemen, Erkältungskrankheiten, in der Wund- und Hautpflege kann Manuka-Honig durchaus erfolgreich verwendet werden. Zur Behandlung von Nasennebenhöhlenentzündungen, sollte der Honig in warmen Wasser, (nicht wärmer als 40 Grad Celsius) aufgelöst werden und durch Einsprühen mit einer Nasendusche in die Nase, direkt an den Herd der Entzündung herangebracht werden. Bei Halsentzündungen sollte man mehrmals am Tag 1 Teelöffel mit Manuka-Honig langsam im Mund zergehen lassen. Die Entzündung wird dadurch reduziert und der Honig legt sich auf die wunden Schleimhäute, wie ein schützender Film. Sogar Magenbeschwerden lassen sich dank des Manuka Honigs lindern, da im Magen die Entzündung durch eine mehrmals tägliche Einnehme des Honigs abklingt.

Manuka-Honig, Manukablüte
Manuka-Honig, Manukablüte

Sehr gut wirkt Manuka Honig bei Wunden, Unterschenkelgeschwüren und eitrigen Hautabszessen. Aufgetragen wird der Honig mit einem Wattestäbchen und anschließend mit einem Verband abgedeckt. Am Anfang sollte der Verband 2 Mal täglich gewechselt werden. Ist ein Heilungsprozess eingetreten, genügt 1 Mal täglich, ein Verbandswechsel. Weil unter dem Wundverband eine Lösung aus Honig entsteht und dadurch ein feuchtes Milieu herrscht, verklebt auf der Wunde, der Verband nicht. Was ich persönlich sehr gut finde. So können sogar Wunden geheilt werden, die einer langen Behandlung mit Antibiotika widerstanden haben. Angeblich lässt sich durch Manuka-Honig der Ausbruch von Lippenherpes, bei frühzeitigen Auftragen, ebenfalls verhindern. Schon bei dem ersten Anzeichen, sollte der Manuka-Honig, also Brennen und Kribbeln, auf die befallene Stelle, aufgetragen werden. Dieser  Vorgang sollte, mehrmals am Tage wiederholt werden.

Manuka-Honig – Fazit

Ich verwende den kostbaren Honig, zur Behandlung von Nasennebenhöhlenentzündungen, die mich regelmäßig quälen. Sowie auch gegen Lippenherpes, kommt der Honig bei uns zum Einsatz. Ich greife lieber auf sanfte Heilmittel zurück, als wie gleich zu Antibiotika zu greifen. Antibiotika werden bei uns, nur bei ernsthaften Erkrankungen verwendet.

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