Geschichte der Mode – damals und heute

Kleider machen Leute

Als wir Menschen damit begannen, uns zu kleiden, standen uns für unsere schützende Bekleidung in erster Linie Tierhäute zur Verfügung. Um Zuge unserer stetigen Entwicklung und unserer Fähigkeiten, wurden immer bessere Materialien später entdeckt, aus denen Bekleidung hergestellt wurde. Auch aufgrund von Handelstätigkeiten und Reisen wurden stetig neue Stoffe populär,die sich in erster Linie die reichen Leute der jeweiligen Zeit erlauben konnten. Im Mittelalter konnte man dadurch zum Beispiel vom Material der Kleidung ablesen, zu welchen Stand die Person gehörte. Neben den Materialien, die mal hochwertig und mal weniger hochwertig waren, bestimmten auch Kopfbedeckungen, Accessoires und Schnitte darüber, wie hoch eine Person angesehen war.

Mode, Dame im Mittelalter, Quell: pixabay

Mode im Wandel der Zeit

Im Laufe der Zeit – vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert erfuhr die Mode einen großen Wandel. Diese war stets eng mit dem technischen Entwicklungsstand und den jeweiligen geschichtlichen Umständen verbunden. Deshalb ist die Mode der letzten Jahrhunderte außerdem wie eine Zeitreise durch die verschiedenen Epochen, mit allen Besonderheiten anzusehen.

Die Mode im 19. Jahrhundert

Sowohl damals wie heute erfuhr die Mode immer Wandlungen. Eine Mode, wie sie zum Beispiel im 19. Jahrhundert aktuell war, scheint heutzutage undenkbar zu sein. Immer wieder gab es andere Farben, Schnitte und Formen der Kleidungsstücke. Die Kleidung diente in früheren Zeiten dazu, die sozialen Stände voneinander zu unterscheiden. Während im Mittelalter nicht so gut betuchte Menschen meist dunkle, einfache Kleidungsstücke trugen, bevorzugten die Reichen und Adligen prunkvolle Roben.

Im 19. Jahrhundert zählte es zur Mode, dass Frauen unter ihren Kleidern ein Korsett trugen, wodurch die Damen eine schlanke Taille bekamen. Jedoch hatte das Korsett den Nachteil, dass die Frauen schwerer Atmen konnten, was mitunter zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führte. Die Mode begann ab dem späten 19. Jahrhundert stetig schnelllebiger zu werden. Es wurden Modestile mehr und mehr vorgegeben von kreativen Modedesignern wie zum Beispiel Christian Dior, Coco Chanel und Paul Poiret, die sich zu wahrhaftigen Modeikonen entwickelten und das bis heute!

Mode, Quelle: pixabay

Die Mode im 20. Jahrhundert

Die Mode präsentierte sich im 20. Jahrhundert immer schriller, ausgeflippter, aber auch farbenfroher, wobei es zu neuen Kleidungsstilen in jedem Zeitabschnitt kam. Wie zum Beispiel die 70er Jahre, die stark vom Woodstock-Musikfestival geprägt waren. So entstanden der Hippie und der Folklore- Look. Im Trend waren damals

  • weite Kleider
  • Schlaghosen
  • Miniröcke und 
  • Plateuschuhe
Mode, Hippie-Bus, Quelle: pixabay

Wiederum wirkte sich in den 80er Jahren die Punk-Bewegung auf die Modewelt stark aus. Damals galten als „in“ Schulterpolster, Oversize-Shirts und Neon farbige Kleidung. Oftmals sorgten Musikstile für eine Beeinflussung von Moderichtungen. So ließen sich viele Modedesigner durch vergangene Trends inspirieren. Trotzdem gibt es aber auch wahre Dauerbrenner, wie die gute alte Blue Jeans, die allen Stilrichtungen und Wandlungen trotzt. Die Mode ändert sich in der heutigen Zeit nicht mehr nur von Zeit zu Zeit, sondern oftmals schon jährlich. So kommt es jede Saison zu neuen Schnitten, Farben und Kleidungsstücken, die gerade Trendy sind.

Im nachfolgenden Abschnitt, habe ich die Mode im Mittelalter etwas näher unter die Lupe genommen:

Die Mode im Mittelalter

Aus den unterschiedlichsten Gründen übt das Mittelalter eine große Faszination auf die Menschen aus. Auch in Hinblick auf die Kleidung und Co,. hat  diese Epoche zwischen den Jahren 500 und 1500, viel interessantes nachzuweisen. Vor allen Dingen zeichnete sich die Mode im Mittelalter durch einfache Schnitte sowie durch wenig körperbetonte Gewänder aus; Typisch waren die Stoffe Wolle oder Leinen. Das einfache  Volk trug in erster Linie Kleidung aus ungefärbten, schlichten Materialien wie Wolle und Leinen. Die Kleidung war funktionell, einfach und sollte bei der Arbeit nach Möglichkeit nicht kompliziert sein.

Jedoch lässt sich die genaue Entwicklung der Mode aus dem Mittelalter für einfache Leute nur schwer nachvollziehen, da auf Bildern oder Fotos aus dieser Zeit in erster Linie Menschen aus höheren Ständen zu sehen sind. Die Entwicklung der Mode und deren Kleidung kann genau dargestellt werden. So veränderten sich zum Beispiel die Silhouetten der Gewänder der Damen im Laufe der Zeit merklich.

Mode, Frauen im Mittelalter, Quelle: pixabay

Damengewänder im Mittelalter

Die Damengewänder waren im 11. Jahrhundert meistens schlicht und wenig körperbetont. geschnitten. Jedoch wurden die Schnitte im Laufe des 13. und 14 Jahrhunderts immer mehr körperbetonter, die Röcke wurden ausladender und die Mode der hohen Stände wurde insgesamt prunkvoller und aufwändiger. Edle Materialien wie Brokat oder Seide zählten auch bei den Männern, die der höheren Gesellschaft angehörten, zum guten Ton. Sehr detailversessene Verzierungen und prachtvoll gefärbte Stoffe stellten klar, dass die Trägerin oder der Träger auf keinen Fall zur arbeitenden Klasse zählte. Die Personen aus einfachen Verhältnissen konnten sich kostspielige, importierte Farben zum Einfärben ihrer Bekleidung nicht leisten. Um ihre Gewänder zu färben verwendeten sie nur Farben, die aus beheimateten Pflanzen gewonnen wurden.

Selbstverständlich spielten auch Kopfbedeckungen und das Schuhwerk bei der Mode des Mittelalters eine Rolle. So zeigte beispielsweise von einer Dame die Kopfbedeckung, nicht nur in der Gesellschaft ihren Stand an, sondern auch, ob die Dame ledig oder verheiratet war. Für die einfachen Gesellschaftsschichten standen Kappen aus Wolle oder Filz zur Verfügung. Wohlbetuchte Damen hingegen trugen aufwendig gestickte Hauben und Schleier.

Herrenkleidung im Mittelalter

Die Herren der einfachen Gesellschaftsschicht trugen bäuerliche Kleidung, die sich wie folgt zusammensetzte:

  • eine knöchellange Hose
  • einem Kittel
  • Bundschuhen
  • ein kurzärmliger Mantel
Mode, Mann im Mittelalter, Quelle: pixabay

Eine übergeworfene Decke sorgte in der kalten Jahreszeit für Wärme. Als Materialien dienten Flachs, Wolle, Leder, Leinen und Filz; die Farben waren grau, weiß oder schwarz, ganz selten braun. Wurde eine Kopfbedeckung getragen, so bestand die Bedeckung aus einer einfachen Kappe aus Filz. Schuhe wurden aus Leder oder Holz hergestellt.

Prunkvolle, farbenfrohe Gewänder wurden von der Gesellschaftlichen Oberschicht getragen. Je enger und länger das Kleidungsstück eines adeligen Herren war, umso größer war sein Stand in der Gesellschaft. Für die arbeitende Bevölkerung hingegen, war weite Kleidung gedacht.

Ich hoffe, dass euch mein kleiner Ausflug in die Geschichte der Mode – damals und heute, gefallen hat.

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