Kurkuma – Wirkung bei Krankheiten– Teil 2

Kurkuma gegen Entzündungen

Gestern habe ich in einem ersten Teil euch die  Königin der Gewürze „Kurkuma“ vorgestellt. Ich hoffe, dass euch der erste Teil gefallen hat. Der heutige zweite Teil handelt über die Wirkung der Wurzel bei unterschiedlichen Krankheiten. Ich bin positiv überrascht, bei welchen Krankheiten die Kurkuma hilfreich ist:  Für die Entwicklung von chronisch degenerativen Krankheiten sind Entzündungen eine wichtige Ursache. Dazu zählen Allergien, Diabetes Typ 2, Alzheimerkrankheit, Arthrose und Herz-Kreislaufprobleme. Curcumin verfügt über eine signifikante entzündungshemmende Aktivität. Diese lässt sich mit den Arzneimitteln Phenylbutazon, Hydrocortison sowie das entzündungshemmende Ibuprofen vergleichen.

Kurcuma, curcuma-aromatica

Curcumin ist dafür bekannt, dass es eine große Anzahl der hauptsächlichen Entzündungsverursacher hemmen kann, da es auf der Molekularebene wirkt. Dadurch wirkt Kurkuma präventiv gegen Entzündungen chronischer Natur und unterstützt diese zu behandeln.

Kurkuma gegen Morbus Chron und Colitis ulcerosa

Sehr unterstützend wirkt Curcumin in der Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen, wie Colitis ulcerosa und Morbus Chron. Curcumin schützt vor dem Entstehen einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (Colitis ulcerosa) und minimiert deren typische Anzeichen, wie Verdickung der Darmwand,  Schleimhautgeschwüre sowie das Eindringen von Entzündungszellen.  Zu verdanken ist die schützende Wirkung der hohen Leistung der antioxidativen Produktivität, sowie der Hemmung des wichtigen zellulären Entzündungsmittels NF-Kappa-B.

Kurkuma gegen Mukoviszidose

Der Hauptbestandteil von Kurkuma, das Curcumin, soll in der Lage sein, die häufigsten Auslöser einer Mukoviszidose zu minimieren und den angeborenen Defekt, der für die Mukoviszidose verantwortlich ist, zu korrigieren. Es handelt sich bei Mukoviszidose um eine tödliche Krankheit, die die menschliche Lunge angreift und diese mit dicken Schleim umzieht. Was zu einer lebensbedrohlichen Infektion führen kann und die physiologische Verdauung stören kann. Der Schleim stört die Fähigkeit des Körpers, Nährstoffe aufzunehmen und zu verdauen, da die Bauchspeicheldrüse geschädigt wird.

Kurkuma, Quelle: turmeric.pixabay.com

Selten liegt die Lebenserwartung von Mukoviszidose Patienten über 30 Jahre. Verursacht wird die Mukoviszidose durch die Mutationen in dem Gen, das für eine Entcodierung eines bestimmten Proteins (CFTR oder der Transmembranleitfähigkeitsregulator) verursacht wird. Ist dieses Protein aufgrund eines angeborenen defekten Gens nicht normal geformt, so kann dies in den menschlichen Zellen eine vermehrte Produktion von Schleim verursachen.

Quelle: turmeric.pixabay.com

In der Herstellung des fehlgeschalteten Proteins DeltaF508 resultiert die häufigste Mutation. Curcumin kann hilfreich sein, diesen Fehler, die Funktion und das Aussehen dieses Proteins (DeltaF508) zu korrigieren. Dadurch hemmt das Curcumin die Freisetzung von Calcium, was zur Folge hat, dass die Schleimproduktion gebremst wird. Jedoch sollte die Curcumin Ergänzung nur von einem Arzt vorgenommen werden. Wodurch negative Wechselwirkungen mit rezeptpflichtigen Medikamenten und unterschiedlichen Mukoviszidosemedikamenten unterbunden werden.

Kurkuma und die Funktion der Leber

Kurkuma erhöht die Produktion von lebenswichtigen Enzymen, da es die Entgiftung der Leber unterstützt. Die Enzyme „feuern“ die Absorption von Giftstoffen aus dem menschlichen Körper an und minimieren mit Unterstützung der antioxidativen Merkmale die Karzinogene in unserer Nahrung. Außerdem schützt das Curcumin im Kurkuma vor Schäden die durch freie Radikale (in erster Linie an der Zellmembran) entstanden sind. Außerdem hemmt es die Bildung von dem entzündlichen COX-2 (Cyclooxygenase-2) im menschlichen Körper und induziert die Herstellung von Leberentgiftungs Enzymen primärer Art (GST-Enzyme). Bei der Entgiftung von organischen Stoffen, nehmen die Glutathiontransferasen ein zentrale Rolle ein. Die Transferasen konjugieren toxische Elemente und verstoffwechseln unterschiedliche Karzinogene (Krebs auslösende Elemente bzw. Substanzen).

Kurkuma, Quelle:plant.pixabay.com

Kurkuma – Idealgewicht

Kurkuma beinhaltet spezielle Nährstoffe, welche die Funktion der Galle und somit die Verstoffwechselung von Fetten erhöhen. Gleichzeitig wird die entgiftende Funktion unserer Leber angeregt, was zur Folge hat, dass die Verstoffwechslung von Giftigen Stoffen beschleunigt wird. Auf diese Weise wird der Körper gereinigt und überschüssiges Fett wird entfernt. Um überschüssige Pfunde effizient loszuwerden, kann Kurkuma in die Ernährung mehrmals täglich mit integriert werden.

Kurkuma – Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die Funktion der inneren Auskleidung der Blutgefäße (Endothels) wird durch das Kurcumin verbessert, wodurch der Blutdruck reguliert und die Bildung von Plaque verhindert wird. Desweiteren minimiert es  Entzündungen in den Blutgefäßen dank evtl. Oxidationen. Dadurch schützt es vor Erkrankungen des Herzens. Außerdem liefert Kurkuma viel Vitamin B6, was der menschliche Körper benötigt, um seinen Homocysteinspiegel auszugleichen. Im Körper beschädigen hohe Konzentrationen von Homocystein die Wände der Gefäße und initiieren das Wachsen von arteriosklerotischen Ansammlungen von Plaque. Das Risiko von Herzerkrankungen wird durch die regelmäßige Aufnahme des Vitamins B6 reduziert.

Kurkuma, Quelle: spices.pixabay.com

Kurkuma – Cholesterinspiegel

Im Körper ist das Kurcumin in der Lage, die Oxidation von Cholesterin zu unterbinden. Durch oxidiertes Cholesterin werden Schäden an den Blutgefäßen verursacht, was wiederum zum Aufbau von Plaques führt. Die Blutgefäße werden verstopft und können zu einem Schlaganfall oder Herzinfakt führen. Kurkuma senkt aber auch den schlechten LDL-Cholesterinspiegel und zugleich wird der gute HDL-Cholesterinspiegel erhöht. Außerdem verhindert Kurkuma die Verklumpung der Blutplättchen und auf der anderen Seite wiederum wird die endotheliale Funktion verbessert.

Kurkuma – Diabetes

Der regelmäßige Genuss von Kurkuma verbessert die Kontrolle des Blutzuckers und die Wirkung von diabetischen Medikamenten wird obendrein  erhöht. Übermäßige Schwankungen des Blutzuckerspiegels werden dank der Wurzel verhindert, außerdem schützt sie vor der Resistenz von Insulin und senkt das Risiko der Entstehung  des bekannten Diabetes-Typ-2.

Quelle: turmeric.pixabay.com

Kurkuma – Schutz vor Alzheimer

Weltweit ist die Alzheimerkrankheit die häufigste neurodegenerative Krankheit und oftmals die Ursache für Demenz. Oxidative Schäden und Entzündungen spielen bei der Entstehung von Alzheimer eine große Rolle. Auf diese beiden Auslöser hat das Curcumin einen guten Einfluss, da es in der Lage ist,  die sogenannte Blut-Hirn-Schranke zu kreuzen. Außerdem hilft Curcumin, die Amyloid-Plaques zu bekämpfen. Diese Plaques sind ein Hauptkriterium der Alzheimer Krankheit und gebildet werden sie, durch den Aufbau von Proteinbündeln. Bisher ist die exakte Wirkungsweise noch unklar, jedoch steht es fest, dass das Curcuin im Gehirn das Hormon BDNF steigert, welches von neuen Neuronen das Wachstum erhöht und unterschiedliche degenerative Prozesse in unserem Gehirn verhindert. Desweiteren unterstützt das Curcumin die Herstellung vom Protein IL-2, dass  vor einer Zerstörung des Myelins /(Hülle um die Nerven) schützt.

Kurkuma, Quelle: pixabay.com
Kurkuma, Quelle: pixabay.com

Kurkuma – Heilungsprozess von Wunden

Dank ihrer natürlichen antibakteriellen und antiseptischen Wirkung, kann die Wurzel als ein natürliches und wirksames Desinfektionsmittel verwendet werden. Das Pulver der Kurkuma kann als Paste vermengt werden und auf eine Schnitt- oder Verbrennungsverletzung aufgetragen werden, um den Prozess der Heilung zu beschleunigen. Desweiteren unterstützt Kurkuma auch die Reparatur von geschädigter Haut, entzündlichen Hautprozessen und einer Schuppenflechte.

Kurkuma – gegen Arthritis

Eine häufige Gelenkerkrankung ist Arthritis, welche durch Entzündung der Gelenke verursacht wird. Die Wurzel ist reichhaltig an entzündungshemmenden Verbindungen. Dazu zählen unter anderem 6 unterschiedliche COX-2-Hemmer. Die COX-2-Enzyme, fördern Schwellungen, Entzündungen und Schmerzen. Dieses Enzym wird durch die Inhibitoren der Wurzel blockiert. Die arthritischen Symptome können auf natürliche Art und Weise durch den regelmäßigen Genuss von Kurkuma reduziert werden. Außerdem minimiert das Curcumin die Schäden, die durch freie Radikale entstanden sind und die für die entzündlichen Reaktionen in den Gelenken verantwortlich sind. Es können Schwellungen der Gelenke reduziert, die Dauer der Steifigkeit am Morgen minimiert und die Gehdauer verlängert werden.

Kurkuma, Quelle: turmeric.pixabay.com

Kurkuma – gegen Depressionen

Depressionen minimieren das Level vom *BDNF (brain-derived neurotrophic factor) sowie schrumpfen sie den Hippocampus, es handelt sich dabei um einen Teil des Gehirns, welcher für das Gedächtnis und für das Lernen zuständig ist. Bei einem regelmäßigen Genuss von Kurkuma, steigert die Wurzel die BDNF-Ebenen im menschlichen Gehirn und ist hilfreich bei der Umkehr bei schweren Veränderungen einer Depression. Außerdem kann das Curcumin die Produktion der beiden Neurotransmitter Dopamin und Serotonin im Gehirn anregen.

Kurkuma hat nicht nur gute Wirkungen, bei unterschiedlichen Krankheiten, sondern auch Nebenwirkungen. Von den Nebenwirkungen, werde ich in einem dritten Teil über Kurkuma berichten, der bald folgen wird.

Ende Teil 2……..

  • Es handelt sich bei dem Wachstumsfaktor BDNF um ein Protein aus der Gruppe der Neurotrophine und ist eng mit den Nervenwachstumsfaktoren verwandt. 

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