Mit der richtigen Ernährung können Sie einen Beitrag dazu leisten, dass Sie ganz entspannt durchschlafen und am Morgen ausgeruht aufwachen. Falls Sie unter Einschlafproblemen oder anderen Schlafstörungen leiden, sollten Sie wissen, wie eine schlaffördernde Ernährungsform aussehen kann und welches schlaffördernde Lebensmittel einen positiven Einfluss auf Ihren Schlaf hat.
Abendessen für das Sandmännchen
Unser Organismus wird durch bestimmte Lebensmittel aktiviert, sie kurbeln den Kreislauf an und können so die Schlafqualität negativ beeinflussen. Koffeinhaltige Getränke zählen auch dazu. Auch schwer verdauliche Speisen am Abend haben nicht geraden einen positiven Effekt auf den Schlaf. Zu den schwer verdaulichen Nahrungsmitteln zählen zum Beispiel Paprika, Kohl, Pommes Frites oder fettes Fleisch. Neben den Mahlzeiten am Abend, die keine schwere Verdauungsarbeit fördern und dem Verzicht auf anregende Genussmittel hat auch die Zufuhr von Nährstoffen einen Einfluss auf die Qualität des Schlafes.
Schlaffördernde Lebensmittel – Bedeutung von Melatonin auf unseren Schlaf
Die moderne Schlafforschung beschäftigt sich stetig mehr mit dem Thema Ernährung und Schlaf. Dabei spielt auch der Botenstoff Melatonin eine besonders wichtige Rolle, der den Tag-Nacht-Rhythmus reguliert.
Zum größten Teil wird Melatonin im Zwischenhirn durch die Umwandlung von von dem Glückshormon Serotonin hergestellt. Durch Licht wird seine Produktion jedoch gehemmt. Erst wenn es draußen dunkel wird, fängt unser Körper an, Serotonin in Melatonin umzuwandeln. Unser Körper richtet sich darauf ein, zu schlafen, wenn der Melatoninspiegel im Blut ansteigt. Das heißt, dass beispielsweise der Blutdruck und die Körpertemperatur gesenkt wird und der Energieverbrauch herabgesetzt wird.
Melatonin in Nahrungsmitteln
Das Schlafhormon Melatonin ist ein natürlicher Stoff, der außerdem auch in Lebensmitteln enthalten ist. Jedoch kommt er dort gewöhnlich nur in kleinen Mengen vor. Nur einzelne pflanzliche Lebensmittel wie Cranberry oder Pistazien weisen einen größeren Gehalt an Melatonin auf.
Die Bausteine zur Melatonin-Herstellung
Unser Körper kann Melatonin über mehrere Zwischenschritte selber herstellen. Die Aminosäure Tryptophan wird dazu als Baustein benötigt, sowie zusätzlich Magnesium und Vitamin B6. Jedoch kann der Körper die Aminosäure Tryptophan nicht selber herstellen, sie muss über die Nahrung aufgenommen werden. Tryptophanhaltige Lebensmittel sind zum Beispiel Eier, Nüsse, Hülsenfrüchte, Fleisch und Käse. Gute Vitamin-B6-Lieferanten sind Fisch und Fleisch, aber auch Vollkornprodukte und Kartoffeln. Magnesium ist beispielsweise in grünem Gemüse, Nüssen und Haferflocken enthalten. Aber auch Nahrungsergänzungsmittel haben einen positiven Einfluss auf unseren Schlaf.
Die natürliche Entspannung wird durch Nährstoffe unterstützt
Verschiedene Pflanzenextrakte und Nährstoffe können dabei helfen, auch nach stressigen Tagen zur Ruhe zu kommen. Die Aminosäure Glycin spielt dabei eine wichtige Rolle im Nervensystem bzw. Gehirnstoffwechsel. Sie kommt in natürlicher Form in vielen Lebensmitteln wie zum Beispiel Haferflocken, Nüssen, Fleisch und Fisch vor.
Das Vitamin Niacin trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zu einer normalen psychischen Funktion bei. Niacinhaltige Lebensmittel sind z.B. Vollkornprodukte, Fisch, Fleisch und Nüsse.
Schlaffördernde Lebensmittel – pflanzliche Begleiter
Für erholsamen Schlaf können bestimmte Pflanzenextrakte eine natürliche Basis sein. Bei Hopfen handelt es sich um eine Kletterpflanze, die drei bis sechs Meter hoch werden kann und im Sommer von Juli bis August blüht. Aus Südeuropa kommt die Melisse ursprünglich, ist jedoch schon lange in unseren Gärten heimisch geworden. Grüner Tee wird insbesondere in China und Japan getrunken, aber auch hierzulande hat er viele Teeliebhaber. Allgemein ist der Anteil an Theanin in grünem Tee allgemein höher als wie in schwarzem Tee. Es handelt sich bei Theanin um eine Art Aminosäure, die fast nur in der Teepflanze vorkommt und den Geschmack von grünem Tee ausmacht.