Hagebuttenöl – Jungbrunnen und Vitamin Bombe

Das neue Beauty-Wunder

Meistens habe ich die Hagebutte eher mit Getränken und Lebensmitteln in Verbindung gebracht. Als Konfitüre oder zu Mus verarbeitet, finden wir sie zum Beispiel. zur Karnevalszeit in Berlinern. Als süsse Suppe wird die Hagebutte in Schweden serviert. Außerdem gibt es sie auch noch als Fruchtwein, Likör oder Tee. Dass die Hagebutte aber auch ein natürliches Schönheitsmittel und eine Heilpflanze ist, war euch vielleicht bisher nicht bekannt. Wie die Hagebutte uns noch schöner macht, verrate ich euch in meinen folgenden Artikel:

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Hagebutte – Herkunft

Die Hagebutte ist ein Gewächs, mit vielen Namen: Ihr botanischer Name lautet: „Rosa Canina“, im Volksmund ist es als Heckenrose, Wildrose oder Hagebutte bekannt. Es handelt sich dabei um einen stachligen Strauch, der durchaus eine Höhe von 2 bis 3 Metern erreichen kann. Er gedeiht am besten an sonnigen oder halbschattigen Standorten mit Lehmboden. Ursprünglich kommt das Gewächs aus Europa und Asien, hat sich jedoch inzwischen bis nach Nord- und Südamerika ausgebreitet. Die Hagebutte blüht im Juni, indem sie weiße bis roséfarbene Blüten hervor bringt,  die sehr schön aussehen. Im Spätsommer bzw. Frühherbst entwickeln sich aus den Blüten die dunkelroten bis schwarzen Früchte. Die Früchte können den ganzen Winter an den Ästen hängen bleiben, falls sie nicht geerntet werden.

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Die eigentlichen Früchte sind die Hagebutten! Man nennt sie auch Sammelfrüchte, weil sie im Inneren ihrer Hülle viele behaarte, kleine Nüsse enthalten. Das Fruchtfleisch ist süßsauer, schmackhaft und obendrein sehr gesund. Die Nüsse sind mit feinen Härchen bedeckt, die kleine Widerhaken haben. Sie werden zur Herstellung von Juckpulver verwendet, da sie bei Hautkontakt Juckreiz hervorrufen können. Aus den Nüssen der Heckenrose wird per Extraktion oder durch mechanisches Pressen das Hagebuttenöl gewonnen, welches auch unter dem Namen Wildrosenöl bekannt ist. Es hat einen nussigen, süßsauren, fruchtig floralen Geruch und ist von gelb bis orangeroter Farbe. Damit es nicht zu schnell ranzig wird, erfolgt meistens eine Stabilisierung des Öls durch die Beigabe von Vitamin E. Hagebuttenöl enthält viele Inhaltsstoffe. Daher wird es auch gern in der Medizin und Pharmazie genutzt, jedoch auch in der Kosmetik.

Hagebutte in der Medizin

Nicht nur das Öl ist voller guter Inhaltsstoffe, sondern auch die Frucht selber hat es in sich: Sie ist reichhaltig dem Provitamin A und an den Vitaminen C, D, P, K, B1, B2, B3 und an Betakarotin, Flavonoiden, Niacin, Fruchtsäuren, Pektinen, Lykopin. Die fleischige Frucht enthält wichtige Mineralstoffe wie Selen, Magnesium, Kalium, Silicium, Schwefel, Natrium und Phosphor. Aus diesem Grund wird sie nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Naturheilmittel sehr geschätzt. Bereits im 11 Jahrhundert setzte Hildegard von Bingen auf einen Tee der aus Schalen der Hagebutte, der bei Infektionen und Fieber half. Aufgrund des hohen Vitamin C Gehaltes werden Hagebutten auch heute noch zur Infektionsabwehr oder auch zur Kräftigung nach längeren Krankheiten mit Erfolg eingesetzt.

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Da Hagebuttentee eine leicht harntreibende Wirkung aufweißt, lassen sich Harnsteine und Harnwegserkrankungen begleitend behandeln. Jedoch wird Hagebuttentee auch gern bei Entschlackungskuren getrunken. Jedoch ist die Hagebutte nicht nur für die Harnwege gut, sondern auch für unseren Verdauungstrakt. Die enthaltenden Ballaststoffe in der Hagebutte haben auf die Tätigkeit des Darms eine ausgleichende Wirkung und können bei Durchfall, aber auch bei leichter Verstopfung, Magenkrämpfen und Übelkeit helfen.  Hagebuttenmarmelade steigert den Appetit. Schmerz- und Entzündungslinderndes Hagebuttenpulver wird in der Medizin auch genutzt, um bei Arthrose die Gelenkbeschwerden zu lindern. Aber auch bei der Behandlung von Gicht, Rheuma und Rückenschmerzen vertrauen Ärzte immer öfter auf die Frucht der Hagebutte.

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Außerdem soll die Hagebutte auch gegen Parodontitis und Zahnfleischbluten helfen, wenn sie als Mundspülung verwendet wird. Aufrund des Vitamin B1 Gehaltes können die roten Früchte auch Patienten beruhigen und Stress reduzieren, da das Stress-Hormon Cortisol wird durch die Hagebutte gehemmt wird. Der hohe Anteil an Antioxidantien und Fettsäuren in den Kernen wirkt dem Verlust von Feuchtigkeit der Haut entgegen und kann obendrein die Wundheilung von Akne fördern. Außerdem kann Hagebuttenöl hilfreich sein, die Zellen wieder zu regenerieren. Damit wird auch die Bildung von neuen Hautgewebe unterstützt. Hagebuttenöl hilft bei schuppiger, trockener, rissiger Haut und wird auch zur Behandlung von Ekzemen, Verletzungen, Psoriasis und Verbrennungen eingesetzt.

Hagebuttenöl – Wirkung und Inhaltsstoffe

Hagebuttenöl ist ein echtes Wundermittel für eine umfassende Körperpflege, gegen Hautschädigungen oder Hauterkrankungen,  da es eine einzigartige Mischung aus hautregenerierenden Wirkstoffen bietet. Obwohl es sehr reichhaltig ist, hinterlässt Hagebuttenöl keinen Fettfilm auf der Haut und ist somit angenehm anwendbar. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind:

Alpha-Linolensäure/ a-Linolensäure: Eine der wichtigsten Omega-3- Fettsäuren ist die Alpha-Linolensäure. Sie kann von unseren Körper nicht selber gebildet werden, da  sie  eine essentielle Fettsäure ist. Da diese Fettsäuren jedoch vom Körper zur Gesunderhaltung benötigt werden, sollten sie von außen, in sinnvollem Maße zugeführt werden.

Vitamin A/ Tretinoin (All-Trans-Retinsäure): Hagebuttenöl enthält außerdem Tretinoin, auch bekannt unter dem Namen All-Trans-Retinsäure. Tretinoin wirkt stimulierend auf das Immunsystem und wird vom Körper in Vitamin A umgewandelt. Für die Wachstumsprozesse vieler Zellen ist dieser Nährstoff durchaus wichtig. Er baut Kollagen auf und beschleunigt den Hautregenerationsprozess, was zur Folge hat, das die Aufnahme von Feuchtigkeit verbessert wird. Außerdem hilft Vitamin A dabei, die Schleimhäute und Haut gesund zu halten, beugt verstopften Poren vor und wirkt gegen Akne.

Quelle: Martin Schneider_pixelio.de

Antioxidantien: Schützen den Körper vor freien Radikalen. Diese entstehen zum Beispiel durch bestimmte Stoffwechselvorgänge, UV-Strahlung, Strahlung bei langen Flügen, Strahlentherapien oder Röntgenuntersuchungen, Medikamente, Pestizide sowie auch durch Tabakrauch. Die Körperzellen können durch freie Radikale in ihrer Membran geschädigt werden, sie in ihrer Funktion einschränken oder sogar töten. Wodurch die Gefahr von DNA-Schäden erhöht wird. Außerdem können freie Radikale Enzyme deaktivieren und eine Bildung von körpereigenen Eiweißen einschränken. Antioxidantien unterstützten dem Körper dabei, freie Radikale zu neutralisieren. Das Öl der Hagebutte enthält Carotinoide. Diese kann vom Körper in ‚Vitamin A umgewandelt werden. Ebenso enthält Hagebuttenöl Flavonoide, die unseren Organismus bei der Bildung von körpereigenen Abwehrmechanismen helfen.

Hagebuttenöl – in der Kosmetik

Hagebuttenöl gilt als absoluter Geheimtipp in der Kosmetikbranche – sogar Topmodels schwören auf die vielfältige Wirkung von Hagebuttenöl auf Haare und Haut. Hier einige Vorteile des Öls für euren Körper:
Schutz & Feuchtigkeit: Aufgrund seines  hohen Anteils an essentiellen Fettsäuren  macht es selbst empfindliche und trockene Haut geschmeidig und seidig. Das Öl spendet Feuchtigkeit, schützt und repariert sie wieder. Daher eignet sie sich auch sehr gut für die Behandlung von Narben, Sonnenschäden, Dehnungsstreifen, Hautrötungen oder anderen Hautreizungen. Außerdem fördert das Öl das Zellwachstum der Haut und unterstützt obendrein den Heilungsprozess.

Natürliches Anti-Falten-Mittel: Hagebuttenöl kann das Entstehen von Falten zwar nicht auf dauer aufhalten, aber Wildrosenöl mildert und verlangsamt sie zumindest. Das Öl enthält hautverjüngende Stoffe und unterstützt die Gewebe- und Zellregeneration. Die Elastizität der Haut wird gefördert, die Produktion von Kollagen der Haut wird angeregt. Falten, Feine Linien und Altersflecken werden minimiert.

Quelle: Dorothea Jacob_pixelio.de

Behandlung von Ekzemen und Akne: Dank seiner leichten Textur zieht Hagebuttenöl umgehend in die Haut ein und hinterlässt keinerlei Rückstände. Die Inhaltsstoffe des Öls lindern Juckreiz, beugen verstopften Poren vor, generieren sie und wirken gegen Entzündungen der Haut. Die enthaltenen essentiellen Fettsäuren unterstützen die Gewebe- und Zellgesundheit.

Bekämpfung von Schuppen: Die Produktion von Talg wird durch die im Öl befindlichen Inhaltsstoffe reguliert. Wer unter juckender, schuppiger Kopfhaut leidet, sollte angewärmtes Hagebuttenöl sanft in die Haare einmassieren und es anschließend etwas einwirken lassen. Danach einfach mit einem normalen sanften Shampoo wieder auswaschen.

Reparatur brüchiger Nägel und Haarspitzen: Hagebuttenöl beugt Spliss vor, wenn es regelmäßig in die Haarspitzen einmassiert wird. Aber auch Nägel können durchaus davon profitieren: Durch die Behandlung mit Hagebuttenöl werden die Nägel geschmeidiger und kräftiger. Viele Hersteller von Kosmetik mischen ihren Produkten Wildrosen-/Hagebuttenöl zu. Das ist an sich schon mal positiv, aber wer viel mehr von der guten Wirkung profitieren möchte, sollte reines Hagebuttenöl benutzen.

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