UV-Schutz bei Sonnenschirmen

Darauf solltest Du achten

Wenn Du im Sommer draußen das gute Wetter genießen möchtest, benötigst Du genügend Sonnenschutz. Sonnencreme, Sonnenbrille und einen Sonnenschirm – ohne geht es in der heutigen Zeit leider nicht mehr. Unterschätzt wird vor allem der UV-Schutz bei Sonnenschirmen. Jedoch spätestes dann, wenn Du trotz Sonnenschirm einen Sonnenbrand bekommen hast, wirst Du bestimmt diesem Thema mehr Beachtung schenken. Ob Dein Sonnenschirm überhaupt UV-Schutz bietet und was UV-Strahlung überhaupt ist, verrate ich Dir in meinen folgenden Artikel:

UV-Schutz bei Sonnenschirmen, Quelle: pixabay
UV-Schutz bei Sonnenschirmen, Quelle: pixabay

UV-Strahlung – was ist das?

Ein Teil der Sonnenstrahlen, sind UV-Strahlen. Sie bestehen aus

  • sichtbaren Strahlen (Licht)
  • ultravioletten Strahlen (UV)
  • wärmespendenden Infrarot-Strahlen (IR)

Im Vergleich zu sichtbaren Licht, ist UV-Strahlung kurzwelliger und energiereicher. Und desto kurzwelliger die Strahlen sind, umso schädlicher sind sie für die Gesundheit. UV-Strahlen sind nicht alle gleich.

UV-Strahlung – Unterteilung

  1. UV-A-Strahlen – verfügen über eine Wellenlänge von 400 – 315 nm. UV-A-Strahlen dringen in die oberen Schichten der Haut ein und gelangen ungehindert zur Erde.
  2. UV-B-Strahlen – verfügen über eine Wellenlänge von 315 – 280 nm. Von der Atmosphäre werden die UV-B-Strahlen herausgefiltert – vorausgesetzt, die Ozonschicht ist intakt. Da dies leider nicht mehr der Fall ist, erreichen bis zu zehn Prozent der UV-B-Strahlen die Oberfläche der Erde. Sie dringen in die Haut tief ein und lassen sie schneller altern.
  3. UV-C-Strahlen – verfügen über eine Wellenlänge von 280 – 100 nm. Die UV-C-Strahlung ist sehr gefährlich, da sie besonders energiereich ist. In den oberen Schichten der Erdatmosphäre wird sie ausgefiltert und erreicht die Oberfläche der Erde nicht.

Die Kraft der UV-Strahlung auf die Erde ist abhängig von Breitengrad und dem Stand der Sonne. Aus diesem Grund sind UV-Strahlen im Sommer stärker als wie im Winter und desto näher man dem Äquator kommt, umso mehr nimmt sie zu. Das gleiche gilt für die Höhe: Die UV-Strahlung ist auf einem Berg stärker als wie im Tal.

UV-Schutz bei Sonnenschirmen, Quelle: pixabay
UV-Schutz bei Sonnenschirmen, Quelle: pixabay

Dringen die UV-Strahlen in die Haut ein, können sich die Erbinformationen der Zellen ändern. Langfristig führt dies zu Hautkrebs. Nach Angaben des ESCF (European Skin Cancer Foundation) steigt die Zahl der Personen, die an Hautkrebs erkranken in Deutschland, jährlich um sieben bis zehn Prozent.

UV-Index – Ein weltweiter Richtwert

Es gibt für die Stärke der schädlichen UV-Strahlen gibt es einen weltweit einheitlichen Richtwert – der UV-Index. Die Werte werden von der Weltgesundheitsorganisation WHO eingeteilt. Die Werte reichen von 0-15. Abhängig von dem jeweiligen UV-Indexwert benötigst Du einen Sonnenschutz.

  • Bei Indexwerten von 0 bis 2 benötigt Deine Haut keinen Schutz.
  • Ab einem Wert von 3 empfiehlt die WHO Kleidung, Sonnenbrille und Sonnencreme.
  • Bei einem Indexwert ab 6 liegt bereits eine hohe Gefährdung der Gesundheit durch die UV-Strahlen vor. Hier solltest Du eine Sonnencreme und Kopfbedeckung mit einem Lichtschutzfaktor von mehr als 15 benutzen.
  • Steigt der Indexwert über/auf 8, wird empfohlen einen Aufenthalt im Freien zwischen elf und fünfzehn Uhr zu vermeiden und sogar im Schatten UV-Dichte Kleidung zu tragen. Ein Aufenthalt unter einem Sonnenschirm mit einem hohen UV-Schutz stellt eine Alternative dar.

Beim Kauf eines Sonnenschirms spielt der UV-Schutz eine wichtige Rolle, damit der eigene Körper vor Sonnenbrand geschützt ist. Doch woher weiß man, ob der Sonnenschirm effektiv und gut vor der gefährlichen UV-Strahlung schützt? Der UPF-Wert ist ein gutes Indiz.

UV-Schutzfaktor bei Sonnenschirmen

In der Regel wird der UV-Wert von Textilien mit UPF (Ultraviolet Protection Factor) angegeben. Das Label UPF informiert Dich als Verbraucher über den jeweiligen UV-Schutzfaktor von Markisen und Sonnenschirmen.

Folgende Richtlinie gilt:

  • UPF 15 bis 24 – mittlerer Schutz
  • UPF 25 bis 50 – hoher Schutz
  • Ab UPF 50+ ausgezeichneter Schutz

Jedoch wird der UV-Schutzfaktor nicht sofort ermittelt, es haben sich unterschiedliche Messarten etabliert. Daher sind die Schutzfaktoren nicht 1:1 miteinander vergleichbar.

Zu den zwei geläufigsten zählen der AS/NZS und der UV Standard 801.

UV-Schutz bei Sonnenschirmen, Quelle: pixabay
UV-Schutz bei Sonnenschirmen, Quelle: pixabay

UV Standard 801

Der UPF-Wert wird bei der Messung nach dem UV-Standard 801 nicht nur beim neuen ungedehnten und trockenen Stoff gemessen, sondern es werden auch sämtliche Witterungseinflüsse und Abnutzungserscheinungen beachtet. Zudem wird vom sensibelsten Hauttyp (Typ 1) und einer maximalen Intensität der UV Strahlung mit dem australischen Sonnenspektrum ausgegangen. Deshalb sind diese Werte praxisnah und verlässlich.

Als Multiplikator wird der jeweils ermittelte UPF-Wert für die Eigenschutzzeit der Haut verwendet, um wiederum den eigentlichen Protect-Wert zu ermitteln. Dieser Wert verrät Dir um wieviel länger Du unter dem Schirm sitzen kannst, ohne das Du einen Sonnenbrand bekommst.

Es können folgende UV-Protect-Stufen erreicht werden: 2,5,10,15,20,30,40,60 und 80. Somit bietet eine Schirmdecke mit einem UVP 80 den höchsten Sonnenschutz.

UV-Schutz bei Sonnenschirmen, Quelle: pixabay
UV-Schutz bei Sonnenschirmen, Quelle: pixabay

AS/NZS 4399:1996

Bei dieser Prüfung des UV-Schutzfaktors nach AS/NZS 4399:1996, nach dem australisch/neuseeländischen Standard, wird der UV-Schutz am trockenen und neuen Textil ermittelt. Hierbei wird das Sonnenspektrum von Australien, Melbourne nachgestellt.

DIN EN 13758

Genau wie beim australisch/neuseeländischem Standard, wird beim europäischen Standard (DIN EN 13758) das trockene und neue Textil getestet. Jedoch wird hier das Sonnenspektrum von Albuquerque, New Mexico zugrunde gelegt, welches ca. der Sonneneinstrahlung in Südeuropa entspricht.

Während Zangenberg, Glatz und Shademaker den UPF nach australisch-neuseeländischem Standard ermitteln und der Wert mit UPF50+ angegeben ist, basieren von MAY die Werte hingegen auf dem UV Standard 801 und werden angegeben mit UV-Protect 40, UV-Protect 60 oder UV-Protect 80 – auf dem UV Standard 801 ermittelten Werten.

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