Kürbisse – Wissenswertes und Informatives

Teil 1

Das schmackhafte Herbstgemüse

Nun wo die Tage wieder kürzer werden, sieht man in vielen Orten leuchtende Gemüsefelder. Dies ist ein sicheres Merkmal dafür, dass der Herbst anfängt, denn es ist auch wieder Zeit der Kürbisse. Der hiesige, bekannte Gartenkürbis (Cucurbita pepo) fristete lange eher ein Schattendasein. Er wurde fast nur für die bekannten und beliebten Konfitüren und Kürbis-Brote verwendet sowie auch Süß-Sauer eingelegt. Aber es steckt in ihm viel mehr, was dem Gartenkürbis die Auszeichnung „Arzneipflanze des Jahres 2005“ einbrachte. In meinem folgenden Artikel habe ich den Kürbis etwas unter die Lupe genommen:

Kürbisse, reife Kürbisse, Quelle: pixabay
Kürbisse, reife Kürbisse, Quelle: pixabay

Kürbisse – Herkunft

Der Kürbis gehört zur Gattung der Fruchtgemüse und ist zum Beispiel mit der Zucchini verwandt. Er kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Er stammt ursprünglich aus Süd- beziehungsweise Mittelamerika, dies lässt sich auf ungefähr 10.000 Jahre alte Funde von Samen zurückführen. Es wird angenommen, dass lange Zeit nur die nahrhaften und ölhaltigen Samen verzehrt wurden. Aus den Kürbiskernen wird auch noch heute wie zum Beispiel in der Steiermark, das auch in Feinkostkreisen sehr beliebte, kaltgepresste Kürbiskernöl gewonnen. Es enthält mehrfach und einfach ungesättigte Fettsäuren, die besonders gesund und wertvoll sind. Bereits in der Küche des Mittelalters war der Kürbis aufgrund seiner vielen guten Inhaltsstoffe sehr begehrt. Zu dieser Zeit verwendete man ihn bereits als Arzneipflanze.

Kürbisse, Quelle: pixabay
Kürbisse, Quelle: pixabay

Kürbisse – Inhaltsstoffe und Verwendung

Der Flaschenkürbis gehörte in der Klosterheilkunde zu den Pflanzen, die als feuchtigkeitsspendend und kühlend  galten. Deshalb war er einer der wichtigsten Mittel gegen Hitze innerer Organe, besonders der Galle, Nieren und Leber. Die grünen Kürbiskerne finden auch gegenwärtig als Mittel zur Linderung bei Harnwegs- und Prostatabeschwerden Anwendung in der Naturheilkunde. An sich gilt das Gemüse als harntreibend, da die Früchte und Blätter sehr viele Bitterstoffe enthalten. Sehr interessant ist auch die Verwendung der Samen des Kürbis, als entwurmendes Unterstützungsmittel gegen Bandwürmer. Die Kürbissamen sollen einen Stoff enthalten, der unterbindet, dass sich die Würmer an der Wand des Darms festsetzen können. Ein weiterer Inhaltsstoff ist das „Beta-Silosterin“ welches sich positiv im Blut, auf den Cholesterinspiegel, auswirken soll. Die Kerne enthalten die Vitamine B2, B1, E, B6 und Selen. Viele Vitamine enthält das Kürbisfleisch wie E, C, A und Folsäure, Magnesium, Calcium, Kalium sowie viele Ballaststoffe, die die Tätigkeit des Darms anregen und somit auch eine Verstopfung beeinflussen. Außerdem enthält das Kürbisfleisch so  genannte Antioxidantien, die vor Krebs schützen sollen.

Kürbisse, Quelle: pixabay
Kürbisse, Quelle: pixabay

Kürbisse – Weitere Verwendungsmöglichkeiten

Eine riesige Vielfalt hat sich mit importierten und einheimischen Arten auf unseren Märkten etabliert. Es gibt ungefähr 800 unterschiedliche Sorten, von denen jedoch nur ein kleiner Teil genießbar ist. In anderen Traditionen und Kulturen wird der Kürbis aber auch wie zum Beispiel in den USA. zum Erntedankfest als Laterne ausgehöhlt und zu Halloween kennt man ihn mit den geschnitzten Gesichtern. In Afrika werden aus den wasserundurchlässigen und holzigen Schalen einer bestimmten Kürbissorte Gebrauchsgegenstände wie Musikinstrumente und Schalen hergestellt. Diese Instrumente, auch unter dem Namen „Kalebassen“ bekannt, werden u.a. mit einem Muschelnetz bespannt und dienen als Rhythmusinstrument. Größere Kalebassen werden geteilt in der Mitte und die Hälften werden als Perkussionsinstrumente verwendet.

Kürbisse, Quelle: pixabay
Kürbisse, Quelle: pixabay

Auch ein überaus geheiligtes und wohlklingendes Saiteninstrument der „Griots“ (den Musikern und Chronisten Westafrikas) mit der Bezeichnung „Kora“ verdankt ihr Dasein einem Kürbis. Es handelt sich bei der Kora um ein 21 saitiges Instrument, dessen Klang der Harfe ähnelt, sie stammt aus Mali und wird gegenwärtig traditionell in Westafrika zu heiligen Anlässen und Festen gespielt.

Kürbisse – Fazit

Ihr seht also, dass der Kürbis ein richtiger Allrounder ist, der nicht nur für die Zubereitung von vielen wohlschmeckenden Speisen, wie Suppen, Gemüsegerichte, Brote, Chutneys und Marmeladen verwendet werden kann. Aktuell können wir nicht nur den „gelben Zentner“ sondern auch die den kulinarisch durchaus wohlschmeckenden Spitzenreiter „Hokkaido“ (dessen Namen nach aus Japan stammt, von kleiner bis mittlerer Größe und orangeleuchtend ist) auf unseren Märkten bekommen. Der Kürbis erlebt momentan eine wahrhaftige Renaissance zu Hause genauso wie in der Sternegastronomie.

In einem weiteren Artikel, werde ich euch einige Rezepte rund um den Kürbis vorstellen.

Fortsetzung folgt…………………………………………………………………………………………………

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